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23.11.2019

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Mitgliederversammlung vom 23. Novermber 2019
in Leipheim, Hotel zur Post






Im Dienst von BND und Staatssicherheit – ein Leben als Doppelagent

Hermann Reisch war in den bewegten Zeiten des Kalten Krieges  von 1979 bis 1984 sowohl für das Ministerium für Staatssicherheit der  DDR als auch für den Bundesnachrichtendienst der BRD tätig. Reisch  berichtete bei der Mitgliederversammlung der Kameradschaft ERH Donau –  Iller von seiner Tätigkeit als Doppelagent. Zu dieser Zeit waren  amerikanische Streitkräfte mit Pershing-  Raketenbatterien in Bereich Neu-Ulm und Ulm stationiert. Reisch  notierte und fotografierte die Truppenbewegungen, Kennzeichnungen und  Anzahl der Fahrzeuge und funkte es nach Berlin. Gleichzeitig arbeitete  er jedoch auch mit den Diensten der Bundesrepublik zusammen. Bei einem  Besuch der DDR wurde Reisch verhaftet und zu 12 Jahren Haft verurteilt,  die er im „Stasi-Knast“ Hohenschönhausen und in Bautzen verbüßte. 1987  wird er im Zuge eines Agentenaustausches freigelassen. Reisch verstand  es, die 50 Zuhörer der Kameradschaft in seinen Bann zu ziehen. Er ließ  keine Details aus, um seinen Albtraum mit der Willkür und Niedertracht  des Stasi-Systems begreiflich zu machen. Letztendlich waren es die  Gedanken an seine Familie, die ihm die Kraft zum Überleben gaben.

 Nach diesem spannenden Vortrag ehrten der Bezirksvorsitzende  Bairisch-Schwaben, Stabsfeldwebel a.D. Franz Jung, und  Landesvorsitzender ERH, Oberstabsfeldwebel a.D. Bernhard Hauber,  Mitglieder mit der Treueurkunde/-nadel für 50 bzw. 60-Jährige  Mitgliedschaft im DBwV.

Bild:
Vorsitzender KERH  Donau-Iller Oberstleutnant a.D. Rüdiger Pauli (v.l.), die geehrten  Mitglieder sowie Oberstabsfeldwebel a.D. Bernhard Hauber und  Stabsfeldwebel a.D. Franz Jung.
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